

Steuervorteile durch Altersvorsorge – das sollten Beamte unbedingt wissen
Altersvorsorge mit doppeltem Gewinn: Rente aufbauen und Steuern sparen
Wenn du als Beamter oder Referendar fürs Alter vorsorgen willst, kannst du dabei gleich doppelt profitieren: Du sicherst dir eine zusätzliche Versorgung für den Ruhestand – und senkst gleichzeitig deine jährliche Steuerlast.
Durch spezielle Regelungen für Beamte, steuerlich geförderte Anlageformen und staatliche Zuschüsse wird Altersvorsorge zu einem der effektivsten Hebel, um Vermögen aufzubauen und gleichzeitig mehr Netto vom Brutto zu behalten.
Warum Altersvorsorge für Beamte steuerlich so attraktiv ist
Viele denken, dass Beamte keine zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen brauchen. Doch das ist ein Irrtum: Versorgungslücken entstehen schneller als gedacht, etwa durch Teilzeit, Elternzeiten oder einen späten Berufseinstieg.
Wenn du zusätzlich vorsorgst, kannst du nicht nur diese Lücke schließen – sondern auch von steuerlichen Vorteilen profitieren:
Beiträge zur Altersvorsorge mindern dein zu versteuerndes Einkommen
Je nach Modell kannst du Sonderausgaben oder Vorsorgeaufwendungen geltend machen
Bei fondsgebundenen Lösungen wird das Vermögen erst bei Auszahlung versteuert – oft mit niedrigem Steuersatz
Kombination mit VL-Zuschuss und Arbeitnehmersparzulage möglich
Kapitalerträge aus ETFs sind nach Haltefrist oft steuerfrei oder niedrig besteuert
👉 Altersvorsorge ist nicht nur notwendig – sondern auch steuerlich hoch attraktiv, wenn sie clever gewählt wird.
Welche Vorsorgemodelle bieten steuerliche Vorteile für Beamte?
1. ETF-basierte Vorsorge mit vermögenswirksamen Leistungen
Dienstherr zahlt monatlich bis zu 40 €
Du profitierst zusätzlich von bis zu 80 € Arbeitnehmersparzulage
Beiträge steuerfrei, Kapitalaufbau steuerbegünstigt
2. Fondsgebundene Rentenversicherung (privat, steuerlich begünstigt)
Beiträge sind steuerlich als Vorsorgeaufwand absetzbar
Besteuerung erfolgt erst bei Auszahlung (nachgelagert)
Niedriger Besteuerungsanteil bei Kapitalwahl oder lebenslanger Rente
3. Individuelle Altersvorsorge mit steuerlicher Optimierung
Kombination aus ETF-Sparplan und Sonderausgaben
Maximale Flexibilität bei Beiträgen und Entnahme
Auch für spätere Anpassungen offen (z. B. bei Familiengründung)
📍 Wichtig: Riester ist für Beamte oft ungeeignet – die steuerliche Förderung lohnt sich nur in wenigen Ausnahmefällen (z. B. bei sehr kinderreichen Familien).
Praxisbeispiel: So sparst du mit Altersvorsorge Steuern
Ein 30-jähriger Beamter zahlt jährlich 1.200 € in eine private Altersvorsorge auf ETF-Basis ein.
Davon setzt er 800 € als Sonderausgaben ab, was ihm rund 240 € Steuerersparnis pro Jahr bringt.
Zusätzlich investiert sein Dienstherr 360 € VL-Zuschuss, und er erhält 80 € Arbeitnehmersparzulage.
→ Das ergibt eine direkte Entlastung von 680 € jährlich – zusätzlich zum langfristigen Kapitalaufbau.
Häufige Fragen (FAQ)
Muss ich meine Altersvorsorge in der Steuererklärung angeben?
Ja, um die Steuervorteile zu nutzen, musst du Beiträge als Sonderausgaben oder Vorsorgeaufwendungen angeben – z. B. im ELSTER-Formular.
Gelten die Steuervorteile auch für Beamte auf Widerruf?
Ja! Gerade Referendar:innen und Anwärter:innen profitieren zusätzlich von der Arbeitnehmersparzulage und geringen Einstiegskosten.
Wie hoch ist die Steuer bei Auszahlung?
Kommt auf das Modell an: Bei Kapitalauszahlung nach 12 Jahren Haltedauer und Auszahlungsbeginn ab 62 wird nur der halbe Ertrag besteuert. Bei lebenslanger Rente zählt der Ertragsanteil, je nach Eintrittsalter.
Fazit
Altersvorsorge ist für Beamte nicht nur notwendig, sondern auch steuerlich sinnvoll.
Mit der richtigen Strategie kannst du staatliche Zuschüsse, steuerliche Absetzbarkeit und langfristige Kapitalvorteile clever kombinieren.
So baust du nicht nur Vermögen auf, sondern senkst auch jedes Jahr deine Steuerlast – ohne Mehraufwand, ohne komplizierte Verträge.
Wer früh anfängt, spart doppelt: fürs Alter und bei der Steuer.